Ladestation für Elektrofahrzeuge: Zuhause das E-Auto laden
AUF EINEN BLICK
- Eine eigene Ladestation am Haus erfordert einen separaten Stromanschluss, einen FI-Schalter und die Anmeldung beim Netzbetreiber.
- Ladestationen für E-Autos leisten 3,7 bis 22 kW – das entspricht einer möglichen Ladung von ca. 40–100 kWh pro Nacht.
- Bidirektionale Ladestationen können Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch zurück ins Haus einspeisen (Vehicle-to-Home).
- Kombiniert mit einer Photovoltaikanlage und einem Heimspeicher lässt sich das E-Auto nahezu kostenlos mit Solarstrom laden.
Voraussetzungen für eine eigene Ladestation zuhause
Wer sein Elektrofahrzeug zuhause laden möchte, kommt an einer festen Ladestation nicht vorbei. Eine normale Haushaltssteckdose liefert nur etwa 2,3 kW – das reicht für ein gelegentliches Nachladen, aber nicht für den Alltag. Eine dedizierte Ladestation hingegen liefert je nach Modell zwischen 3,7 und 22 kW und lädt das Fahrzeug in wenigen Stunden.
Damit das funktioniert, müssen einige elektrische Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Die wichtigste: Die Ladestation braucht einen eigenen, separaten Stromkreis. An dieser Leitung dürfen keine weiteren Verbraucher hängen – damit steht die volle Anschlussleistung jederzeit zur Verfügung (Gleichzeitigkeitsfaktor 1,0). Das schützt sowohl die Elektrik als auch das Fahrzeug.
Elektrotechnische Anforderungen im Überblick
Ladestationen für E-Autos arbeiten mit Strömen von bis zu 32 A – das stellt hohe Anforderungen an den Kabelquerschnitt. Eine falsche Dimensionierung kann im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen. Deshalb gilt: Die Installation muss immer von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt oder zumindest abgenommen werden. Daneben sind folgende Komponenten Pflicht: ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) sowie ein Leitungsschutzschalter. Beide schützen im Fehlerfall zuverlässig.
Anmeldung beim Netzbetreiber: Was gilt seit 2024?
Seit März 2019 gilt: Alle Ladestationen für Elektrofahrzeuge müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Der Grund ist simpel – viele gleichzeitig ladende Fahrzeuge könnten das lokale Stromnetz überlasten. Wichtig: Der Netzbetreiber ist nicht zwingend der Stromanbieter. Den richtigen Ansprechpartner findet man in der Regel auf dem Stromzähler.
Anmeldepflicht vs. Genehmigungspflicht
Ladestationen bis 11 kW unterliegen einer Anmeldepflicht. Dafür gibt es auf den Websites der Netzbetreiber vorgefertigte Formulare. Stationen bis 22 kW benötigen zusätzlich eine Genehmigung – der Netzbetreiber prüft dabei, ob die lokale Netzkapazität ausreicht. Die Genehmigung kostet im Schnitt rund 500 €, kann bei notwendigen baulichen Änderungen aber auch auf über 2.500 € steigen. Diese Kosten werden anteilig vom Antragsteller getragen.
Seit 2024 gibt es eine relevante Neuregelung: Ladestationen, die vom Netzbetreiber steuerbar sind (sogenannte „steuerbare Verbrauchseinrichtungen"), entfallen aus der Genehmigungspflicht und müssen nur noch angemeldet werden. Das vereinfacht die Inbetriebnahme erheblich und macht solche Modelle attraktiver.
HINWEIS
Installation und Abnahme einer Ladestation für Elektrofahrzeuge müssen durch einen zugelassenen Elektrofachbetrieb erfolgen. Die rechtliche Verantwortung liegt beim Betreiber der Anlage – nicht beim Installateur.
"Wer einmal sein Auto mit selbst erzeugtem Solarstrom geladen hat, will nie mehr anders fahren. Die Kombination aus Photovoltaik, Speicher und Ladestation macht wirklich einen Unterschied im Alltag.
— Markus T., Kunde aus Hannover
Bidirektionales Laden: Das E-Auto als Energiespeicher
Klassische Ladestationen übertragen Energie nur in eine Richtung: vom Netz ins Fahrzeug. Bidirektionale Ladestationen können das umkehren. Der Strom fließt dann bei Bedarf vom Fahrzeug zurück ins Haus oder sogar ins öffentliche Netz. Diese Konzepte heißen Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G).
Praktisch bedeutet das: Das E-Auto wird tagsüber mit überschüssigem Solarstrom geladen. Abends oder bei Stromausfall speist die Fahrzeugbatterie das Haus. Eine Autobatterie mit 60–100 kWh Kapazität kann einen Durchschnittshaushalt mehrere Tage lang versorgen. Das macht das Fahrzeug zur mobilen Erweiterung des Heimspeichers.
Was ist dafür nötig?
Bidirektionales Laden erfordert drei Dinge: ein kompatibles Elektrofahrzeug, eine bidirektionale Ladestation und – sofern Netzeinspeisung gewünscht ist – einen passenden Wechselrichter. Nicht alle Fahrzeuge unterstützen diese Funktion. Wer sich dafür interessiert, sollte vorab prüfen, ob das eigene Modell V2H- oder V2G-fähig ist. Die Technologie ist noch nicht bei jedem Hersteller Standard, gewinnt aber zunehmend an Verbreitung.
TIPP
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PV-Anlage und Speicher richtig dimensionieren
Ein E-Auto verändert den Energiebedarf eines Haushalts erheblich. Eine vierköpfige Familie verbraucht im Schnitt rund 80 kWh pro Woche. Eine Fahrzeugbatterie mit 60 kWh Kapazität hat bereits ähnliches Gewicht. Wer das Fahrzeug täglich oder fast täglich lädt, sollte die Photovoltaikanlage entsprechend größer planen.
Das Ziel sollte sein, möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen – und das E-Auto bevorzugt mit diesem zu laden. Da die meisten Menschen ihr Fahrzeug abends oder nachts anschließen, reicht Solarstrom allein oft nicht aus. Ein Heimspeicher überbrückt genau diese Lücke: Er speichert den Überschuss des Tages und gibt ihn abends an die Ladestation weiter.
Wie viel Speicher brauche ich mit E-Auto?
Als Faustregel gilt: Wer täglich 30–50 km fährt und dafür rund 6–10 kWh Strom benötigt, sollte den Heimspeicher um mindestens 5–10 kWh aufstocken. Für intensivere Fahrer oder größere Fahrzeuge empfehlen sich Kapazitäten ab 15 kWh. Dabei lohnt es sich, gleich auf ein skalierbares System zu setzen, das sich nachträglich erweitern lässt. Für eine individuelle Berechnung – abgestimmt auf Verbrauch, Dach und Fahrzeug – stehen wir gerne beratend zur Seite.
"Viele Kunden kommen zu uns mit einer einfachen Frage: Reicht meine bestehende Anlage für ein E-Auto? Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. Wir schauen uns jeden Fall individuell an.
— Alan Husakowski, HUSATECH
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Ladestationen für Elektrofahrzeuge bei HUSATECH
Passende Ladestationen für Elektrofahrzeuge bei HUSATECH
Im HUSATECH-Shop findest du Ladestationen verschiedener Hersteller – von kompakten 11-kW-Modellen bis zu leistungsstarken 22-kW-Stationen mit Solar-Integration. Hier eine Auswahl:
FRONIUS
Intelligente 11-kW-Ladestation mit integrierter PV-Überschussregelung. Lädt das Fahrzeug bevorzugt mit selbst erzeugtem Solarstrom – dank dynamischer Leistungsanpassung auch bei wechselnder Bewölkung. WLAN, Bluetooth und die Fronius-App machen das Laden komfortabel steuerbar.
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ZUM FRONIUS WATTPILOT ►
VICTRON ENERGY
Vielseitige Ladestation mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Nahtlos in das Victron-Ökosystem integrierbar – ideal für Anlagen mit Victron MultiPlus oder Cerbo GX. Unterstützt Phasenausgleich und ist über das VRM-Portal fernüberwachbar. Kompatibel mit allen gängigen Fahrzeugen über den Typ-2-Anschluss.
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HEIDELBERG AMPERFIED
Eigens für solaroptimiertes Laden entwickelt. Die connect.solar erkennt automatisch, wann überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, und regelt die Ladeleistung entsprechend. Mit Wechselrichter-Schnittstellen für gängige Systeme, WLAN-Steuerung und optional mit 5 oder 7,5 m Ladekabel erhältlich.
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ZUR HEIDELBERG AMPERFIED LADESTATION ►TIPP
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"Unsere Kunden fragen oft: Welche Ladestation passt zu meiner bestehenden PV-Anlage? Die Antwort ist selten pauschal. Es kommt auf Wechselrichter, Speicher und Fahrverhalten an. Deshalb beraten wir lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
— Klaudia Husakowska, HUSATECH
Eigene Ladestation – lohnt sich der Aufwand?
Wer ein Elektrofahrzeug besitzt oder plant anzuschaffen, sollte die eigene Ladestation von Anfang an mitdenken. Die Anmeldungspflicht und die Installationskosten sind überschaubar. Im Alltag zahlt sich die Investition schnell aus – vor allem dann, wenn eine Photovoltaikanlage mit Heimspeicher vorhanden ist. Das Fahrzeug wird dann mit selbst erzeugtem Strom geladen, die Energiekosten sinken spürbar.
Für eine individuelle Planung – abgestimmt auf dein Haus, dein Fahrzeug und deine bestehende oder geplante Anlage – berät dich unser Team kostenlos und unverbindlich.
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