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ELEKTROMOBILITAET

Ladestation für Elektrofahrzeuge: Zuhause das E-Auto laden

📅 ✍️ Team HUSATECH 🕐 Lesezeit: ca. 9 Min. Kommentare
Ladestation fuer Elektrofahrzeuge - E-Auto zuhause laden mit Photovoltaik

AUF EINEN BLICK

  • Eine eigene Ladestation am Haus erfordert einen separaten Stromanschluss, einen FI-Schalter und die Anmeldung beim Netzbetreiber.
  • Ladestationen für E-Autos leisten 3,7 bis 22 kW – das entspricht einer möglichen Ladung von ca. 40–100 kWh pro Nacht.
  • Bidirektionale Ladestationen können Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch zurück ins Haus einspeisen (Vehicle-to-Home).
  • Kombiniert mit einer Photovoltaikanlage und einem Heimspeicher lässt sich das E-Auto nahezu kostenlos mit Solarstrom laden.

Voraussetzungen für eine eigene Ladestation zuhause

Wer sein Elektrofahrzeug zuhause laden möchte, kommt an einer festen Ladestation nicht vorbei. Eine normale Haushaltssteckdose liefert nur etwa 2,3 kW – das reicht für ein gelegentliches Nachladen, aber nicht für den Alltag. Eine dedizierte Ladestation hingegen liefert je nach Modell zwischen 3,7 und 22 kW und lädt das Fahrzeug in wenigen Stunden.

Damit das funktioniert, müssen einige elektrische Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Die wichtigste: Die Ladestation braucht einen eigenen, separaten Stromkreis. An dieser Leitung dürfen keine weiteren Verbraucher hängen – damit steht die volle Anschlussleistung jederzeit zur Verfügung (Gleichzeitigkeitsfaktor 1,0). Das schützt sowohl die Elektrik als auch das Fahrzeug.

Elektrotechnische Anforderungen im Überblick

Ladestationen für E-Autos arbeiten mit Strömen von bis zu 32 A – das stellt hohe Anforderungen an den Kabelquerschnitt. Eine falsche Dimensionierung kann im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen. Deshalb gilt: Die Installation muss immer von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt oder zumindest abgenommen werden. Daneben sind folgende Komponenten Pflicht: ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) sowie ein Leitungsschutzschalter. Beide schützen im Fehlerfall zuverlässig.

Ladestation fuer Elektrofahrzeuge Anmeldung Netzbetreiber
Wer eine Ladestation installiert, muss diese beim zuständigen Netzbetreiber anmelden – das ist seit März 2019 gesetzlich vorgeschrieben.

Anmeldung beim Netzbetreiber: Was gilt seit 2024?

Seit März 2019 gilt: Alle Ladestationen für Elektrofahrzeuge müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Der Grund ist simpel – viele gleichzeitig ladende Fahrzeuge könnten das lokale Stromnetz überlasten. Wichtig: Der Netzbetreiber ist nicht zwingend der Stromanbieter. Den richtigen Ansprechpartner findet man in der Regel auf dem Stromzähler.

Anmeldepflicht vs. Genehmigungspflicht

Ladestationen bis 11 kW unterliegen einer Anmeldepflicht. Dafür gibt es auf den Websites der Netzbetreiber vorgefertigte Formulare. Stationen bis 22 kW benötigen zusätzlich eine Genehmigung – der Netzbetreiber prüft dabei, ob die lokale Netzkapazität ausreicht. Die Genehmigung kostet im Schnitt rund 500 €, kann bei notwendigen baulichen Änderungen aber auch auf über 2.500 € steigen. Diese Kosten werden anteilig vom Antragsteller getragen.

Seit 2024 gibt es eine relevante Neuregelung: Ladestationen, die vom Netzbetreiber steuerbar sind (sogenannte „steuerbare Verbrauchseinrichtungen"), entfallen aus der Genehmigungspflicht und müssen nur noch angemeldet werden. Das vereinfacht die Inbetriebnahme erheblich und macht solche Modelle attraktiver.

HINWEIS

Installation und Abnahme einer Ladestation für Elektrofahrzeuge müssen durch einen zugelassenen Elektrofachbetrieb erfolgen. Die rechtliche Verantwortung liegt beim Betreiber der Anlage – nicht beim Installateur.

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Wer einmal sein Auto mit selbst erzeugtem Solarstrom geladen hat, will nie mehr anders fahren. Die Kombination aus Photovoltaik, Speicher und Ladestation macht wirklich einen Unterschied im Alltag.

— Markus T., Kunde aus Hannover

Bidirektionales Laden: Das E-Auto als Energiespeicher

Klassische Ladestationen übertragen Energie nur in eine Richtung: vom Netz ins Fahrzeug. Bidirektionale Ladestationen können das umkehren. Der Strom fließt dann bei Bedarf vom Fahrzeug zurück ins Haus oder sogar ins öffentliche Netz. Diese Konzepte heißen Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G).

Praktisch bedeutet das: Das E-Auto wird tagsüber mit überschüssigem Solarstrom geladen. Abends oder bei Stromausfall speist die Fahrzeugbatterie das Haus. Eine Autobatterie mit 60–100 kWh Kapazität kann einen Durchschnittshaushalt mehrere Tage lang versorgen. Das macht das Fahrzeug zur mobilen Erweiterung des Heimspeichers.

Was ist dafür nötig?

Bidirektionales Laden erfordert drei Dinge: ein kompatibles Elektrofahrzeug, eine bidirektionale Ladestation und – sofern Netzeinspeisung gewünscht ist – einen passenden Wechselrichter. Nicht alle Fahrzeuge unterstützen diese Funktion. Wer sich dafür interessiert, sollte vorab prüfen, ob das eigene Modell V2H- oder V2G-fähig ist. Die Technologie ist noch nicht bei jedem Hersteller Standard, gewinnt aber zunehmend an Verbreitung.

Bidirektionale Ladestation fuer Elektrofahrzeuge Vehicle-to-Home
Bidirektionale Ladestationen ermöglichen den Energiefluss in beide Richtungen – das Fahrzeug kann als Puffer für das Heimnetz genutzt werden.

TIPP

Du planst eine Ladestation für dein E-Auto und möchtest sie mit einer Photovoltaikanlage kombinieren? Unser Team berät dich kostenlos und unverbindlich – von der Dimensionierung bis zur Auswahl passender Geräte. Jetzt Beratung anfragen →

PV-Anlage und Speicher richtig dimensionieren

Ein E-Auto verändert den Energiebedarf eines Haushalts erheblich. Eine vierköpfige Familie verbraucht im Schnitt rund 80 kWh pro Woche. Eine Fahrzeugbatterie mit 60 kWh Kapazität hat bereits ähnliches Gewicht. Wer das Fahrzeug täglich oder fast täglich lädt, sollte die Photovoltaikanlage entsprechend größer planen.

Das Ziel sollte sein, möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen – und das E-Auto bevorzugt mit diesem zu laden. Da die meisten Menschen ihr Fahrzeug abends oder nachts anschließen, reicht Solarstrom allein oft nicht aus. Ein Heimspeicher überbrückt genau diese Lücke: Er speichert den Überschuss des Tages und gibt ihn abends an die Ladestation weiter.

Wie viel Speicher brauche ich mit E-Auto?

Als Faustregel gilt: Wer täglich 30–50 km fährt und dafür rund 6–10 kWh Strom benötigt, sollte den Heimspeicher um mindestens 5–10 kWh aufstocken. Für intensivere Fahrer oder größere Fahrzeuge empfehlen sich Kapazitäten ab 15 kWh. Dabei lohnt es sich, gleich auf ein skalierbares System zu setzen, das sich nachträglich erweitern lässt. Für eine individuelle Berechnung – abgestimmt auf Verbrauch, Dach und Fahrzeug – stehen wir gerne beratend zur Seite.

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Viele Kunden kommen zu uns mit einer einfachen Frage: Reicht meine bestehende Anlage für ein E-Auto? Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. Wir schauen uns jeden Fall individuell an.

— Alan Husakowski, HUSATECH

ALLE MODELLE IM UEBERBLICK

Ladestationen für Elektrofahrzeuge bei HUSATECH

ZU DEN LADESTATIONEN ►

Passende Ladestationen für Elektrofahrzeuge bei HUSATECH

Im HUSATECH-Shop findest du Ladestationen verschiedener Hersteller – von kompakten 11-kW-Modellen bis zu leistungsstarken 22-kW-Stationen mit Solar-Integration. Hier eine Auswahl:

Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 Ladestation fuer Elektrofahrzeuge

FRONIUS

Wattpilot Home 11 J 2.0

Intelligente 11-kW-Ladestation mit integrierter PV-Überschussregelung. Lädt das Fahrzeug bevorzugt mit selbst erzeugtem Solarstrom – dank dynamischer Leistungsanpassung auch bei wechselnder Bewölkung. WLAN, Bluetooth und die Fronius-App machen das Laden komfortabel steuerbar.

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Victron EV Charging Station Ladestation fuer Elektrofahrzeuge

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Vielseitige Ladestation mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Nahtlos in das Victron-Ökosystem integrierbar – ideal für Anlagen mit Victron MultiPlus oder Cerbo GX. Unterstützt Phasenausgleich und ist über das VRM-Portal fernüberwachbar. Kompatibel mit allen gängigen Fahrzeugen über den Typ-2-Anschluss.

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Eigens für solaroptimiertes Laden entwickelt. Die connect.solar erkennt automatisch, wann überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, und regelt die Ladeleistung entsprechend. Mit Wechselrichter-Schnittstellen für gängige Systeme, WLAN-Steuerung und optional mit 5 oder 7,5 m Ladekabel erhältlich.

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Unsere Kunden fragen oft: Welche Ladestation passt zu meiner bestehenden PV-Anlage? Die Antwort ist selten pauschal. Es kommt auf Wechselrichter, Speicher und Fahrverhalten an. Deshalb beraten wir lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

— Klaudia Husakowska, HUSATECH
FAZIT

Eigene Ladestation – lohnt sich der Aufwand?

Wer ein Elektrofahrzeug besitzt oder plant anzuschaffen, sollte die eigene Ladestation von Anfang an mitdenken. Die Anmeldungspflicht und die Installationskosten sind überschaubar. Im Alltag zahlt sich die Investition schnell aus – vor allem dann, wenn eine Photovoltaikanlage mit Heimspeicher vorhanden ist. Das Fahrzeug wird dann mit selbst erzeugtem Strom geladen, die Energiekosten sinken spürbar.

Für eine individuelle Planung – abgestimmt auf dein Haus, dein Fahrzeug und deine bestehende oder geplante Anlage – berät dich unser Team kostenlos und unverbindlich.

Klaudia Husakowska – Photovoltaik-Beratung HUSATECH

Persönliche Beratung:

Gerne erörtern wir mit Dir gemeinsam Dein Projekt, individuell und unverbindlich.

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HAEUFIGE FRAGEN

Fragen zur Ladestation für Elektrofahrzeuge

Was ist der Unterschied zwischen einer Ladestation und einer normalen Steckdose? +
Eine Haushaltssteckdose liefert in Deutschland maximal 2,3 kW. Eine dedizierte Ladestation für Elektrofahrzeuge leistet je nach Modell zwischen 3,7 und 22 kW. Das verkürzt die Ladezeit erheblich – ein Fahrzeug mit 60 kWh Akku wäre an einer Haushaltssteckdose erst nach über 26 Stunden vollgeladen, an einer 11-kW-Ladestation in rund 6 Stunden. Hinzu kommt: Haushaltsteckdosen sind für Dauerlast von mehreren Stunden oft nicht ausgelegt und können sich überhitzen.
Muss ich meine Ladestation beim Netzbetreiber anmelden? +
Ja. Seit März 2019 besteht in Deutschland eine gesetzliche Anmeldepflicht für alle Ladestationen. Stationen bis 11 kW müssen angemeldet, Stationen bis 22 kW zusätzlich genehmigt werden. Seit 2024 sind steuerbare Ladestationen (die vom Netzbetreiber geregelt werden können) von der Genehmigungspflicht ausgenommen und benötigen nur noch eine Anmeldung. Die Anmeldung selbst ist kostenlos.
Was ist bidirektionales Laden und welche Fahrzeuge unterstützen es? +
Beim bidirektionalen Laden fließt Strom nicht nur ins Fahrzeug, sondern kann bei Bedarf auch zurück ins Haus (Vehicle-to-Home) oder ins Netz (Vehicle-to-Grid) gespeist werden. Das Fahrzeug fungiert damit als mobiler Energiespeicher. Die Technologie erfordert ein kompatibles Fahrzeug sowie eine entsprechende Ladestation. Zu den bekanntesten bidirektional-fähigen Modellen zählen aktuell der Nissan Leaf (CHAdeMO), verschiedene Modelle von Ford, Hyundai und Kia sowie einige neuere VW-Modelle auf MEB-Basis.
Kann ich mein E-Auto mit Solarstrom laden? +
Ja, und das sehr effizient. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann den erzeugten Strom direkt in das Fahrzeug leiten – entweder tagsüber direkt oder abends über einen Heimspeicher. Viele Ladestationen verfügen über eine integrierte PV-Überschuss-Regelung, die das Laden automatisch dann aktiviert oder intensiviert, wenn die Anlage mehr Strom erzeugt als der Haushalt gerade verbraucht.
Wie groß sollte der Heimspeicher sein, wenn ich ein E-Auto besitze? +
Als Orientierung gilt: Wer täglich 30–50 km fährt und rund 6–10 kWh täglich nachladen möchte, sollte den Heimspeicher um mindestens 5–10 kWh aufstocken. Für intensivere Nutzer oder größere Fahrzeuge empfehlen sich 15 kWh oder mehr. Sinnvoll ist außerdem ein skalierbares Speichersystem, das sich bei wachsendem Bedarf erweitern lässt. Eine individuelle Berechnung macht in jedem Fall Sinn, da Faktoren wie Verbrauchsprofil, Dachausrichtung und Wechselrichterleistung das Ergebnis stark beeinflussen.
Darf ich eine Ladestation selbst installieren? +
Nein. Die Installation einer fest angeschlossenen Ladestation für Elektrofahrzeuge muss von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt oder zumindest abgenommen werden. Das ist keine behördliche Hürde, sondern eine Sicherheitsforderung. Unsachgemäße Installation kann zu Kabelbränden, Überhitzung oder Fehlfunktionen führen. Die rechtliche Verantwortung liegt dabei beim Betreiber.
Was kostet die Genehmigung einer Ladestation mit mehr als 11 kW? +
Die Genehmigung durch den Netzbetreiber kostet im Durchschnitt rund 500 €. Sind bauliche Maßnahmen am Netzanschluss oder am Hausanschluss nötig, können die Kosten auf über 2.500 € steigen. Diese werden anteilig vom Antragsteller getragen. Ladestationen bis 11 kW benötigen keine Genehmigung, nur eine Anmeldung – und seit 2024 gilt das auch für steuerbare Stationen bis 22 kW.
Was bedeutet „steuerbare Verbrauchseinrichtung" bei Ladestationen? +
Als „steuerbare Verbrauchseinrichtung" gilt eine Ladestation, die der Netzbetreiber bei Netzüberlastung temporär drosseln oder abschalten kann. Im Gegenzug entfällt seit 2024 für diese Geräte die Genehmigungspflicht – sie müssen nur noch angemeldet werden. In der Praxis wird die Steuerung über ein Smart-Meter-Gateway umgesetzt. Eine spürbare Einschränkung im Alltag ist laut bisherigen Erfahrungen kaum zu erwarten, da solche Eingriffe selten und kurzzeitig sind.
Lohnt sich die Kombination aus Photovoltaik, Speicher und Ladestation? +
Ja – die Kombination gilt als eine der wirtschaftlich attraktivsten Anwendungen für Photovoltaik. Wer sein Fahrzeug überwiegend mit Solarstrom lädt, reduziert die laufenden Energiekosten erheblich. Hinzu kommen potenzielle Einnahmen durch Vehicle-to-Grid-Einspeisung, falls das Fahrzeug bidirektionales Laden unterstützt. Für eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung empfehlen wir eine individuelle Beratung, die Verbrauch, Fahrleistung und Anlage berücksichtigt.

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