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Dunkelflaute & Stromausfall: Wie autark kann eine Solaranlage wirklich werden?

📅 ✍️ Team HUSATECH 🕐 Lesezeit: ca. 12 Min. Kommentare
Dunkelflaute und Autarkie: Photovoltaikanlage und Batteriespeicher bei bewoelktem Himmel im Winter

AUF EINEN BLICK

  • Eine Dunkelflaute dauert in Deutschland typischerweise 2–7 Tage – vollständige Autarkie durch diesen Zeitraum ist für normale Haushalte nur mit sehr großem Speicher realisierbar.
  • Notstromfunktion und Autarkie sind zwei verschiedene Dinge – beide lassen sich mit der richtigen Technik kombinieren.
  • Ein notstromfähiger Hybrid-Wechselrichter + Batteriespeicher überbrückt Kurzausfälle und reduziert die Netzabhängigkeit deutlich.
  • Ein 10 kWh Speicher versorgt einen sparsamen 2-Personen-Haushalt etwa 1–2 Tage ohne Solarertrag – ein 20 kWh Speicher entsprechend länger.

Was ist eine Dunkelflaute – und wie lange dauert sie?

Als Dunkelflaute bezeichnet man eine Wetterlage, bei der gleichzeitig kaum Wind weht und die Sonne nicht scheint – oft über mehrere Tage hinweg. Für die Energiewende ist das eine der größten Herausforderungen: Weder Solar- noch Windkraftanlagen liefern nennenswerte Leistung.

Für Hausbesitzer mit PV-Anlage bedeutet das: Der Speicher wird nicht nachgeladen, Eigenverbrauch ist kaum möglich, und das Haus bezieht seinen Strom vollständig aus dem Netz.

Die Dunkelflaute November 2024: Was wirklich passiert ist

Vom 2. bis 7. November 2024 erlebte Deutschland eine der deutlichsten Dunkelflauten der letzten Jahre. Fünf Tage lang lieferten Solar- und Windkraftanlagen nur sehr wenig Strom. Zum Höhepunkt der Dunkelflaute am 6. November fiel der Anteil von Photovoltaik und Windenergie am deutschen Strommix sogar auf unter 0,2 %. Die Versorgung lief über konventionelle Kraftwerke und Importe aus dem europäischen Ausland. Für das Netz war das kein Problem. Für PV-Besitzer, die auf hohe Autarkie gehofft hatten, war es ein Weckruf.

Seitdem steigen die Suchanfragen nach Begriffen wie „Notstrom PV nachrüsten" und „Batteriespeicher Dunkelflaute" deutlich. Die Frage ist nicht mehr nur akademisch – sie ist für viele Haushalte konkret geworden.

Dunkelflaute vs. normaler Bewölkungstag: Der Unterschied

An einem bedeckten Wintertag erzeugt eine 10 kWp-Anlage typischerweise noch 5–15 % ihrer Nennleistung – also 0,5 bis 1,5 kW. Das reicht für Grundlasten wie Kühlschrank, Router und LED-Beleuchtung. Eine echte Dunkelflaute drückt diesen Wert auf unter 2 % oder sogar gegen null – und das über mehrere Tage hintereinander. Das ist der entscheidende Unterschied.

Dunkelflaute in Deutschland: Solaranlage auf Hausdach bei bewolktem Winterhimmel ohne Sonneneinstrahlung
Während einer Dunkelflaute liefern Solarmodule über Tage hinweg kaum Strom. Ein gut dimensionierter Batteriespeicher kann diese Zeit überbrücken – je nach Verbrauch länger oder kürzer.

Wie autark ist eine Solaranlage ohne Speicher?

Kurze Antwort: Wenig. Eine PV-Anlage ohne Speicher liefert Strom nur dann, wenn die Sonne scheint. Tagsüber im Sommer deckt sie den Eigenverbrauch oft vollständig. Nachts, an trüben Tagen und in der Dunkelflaute ist das Haus vollständig auf das Netz angewiesen.

Der Autarkiegrad einer 10 kWp-Anlage ohne Speicher liegt in einem deutschen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch erfahrungsgemäß bei etwa 25–35 %. Mit einem Batteriespeicher von 10 kWh steigt er auf 60–70 %, mit 20 kWh auf 70–80 %.

Autarkiegrad: Was bedeutet das und wie berechne ich ihn?

Der Autarkiegrad gibt an, wie viel Prozent des Strombedarfs Du über das Jahr hinweg selbst erzeugt und verbraucht hast – ohne das Netz zu nutzen. Ein Autarkiegrad von 70 % bedeutet: Nur 30 % deines Stroms kommt aus dem Netz. Die einfache Formel lautet:

Autarkiegrad (%) = Eigenverbrauch (kWh) ÷ Gesamtverbrauch (kWh) × 100

Beispiel: Du verbrauchst 4.000 kWh/Jahr und deckst davon 2.800 kWh aus PV + Speicher → Autarkiegrad = 70 %

Wichtig: Ein hoher Autarkiegrad übers Jahr bedeutet nicht, dass Du bei einer Dunkelflaute versorgt bist. Der Autarkiegrad ist ein Jahresdurchschnittswert. Er sagt nichts darüber aus, wie lange Dein System ohne Sonneneinstrahlung durchhält.

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Viele Kunden denken, eine PV-Anlage macht sie autark. Erst wenn wir über Dunkelflauten reden, wird klar: Autarkie ist ein Jahreswert – kein Versprechen für jeden Tag.

— Alan Husakowski, HUSATECH GmbH

Stufen der Autarkie: Von Teilautarkie bis Off-Grid

Es gibt keine binäre Wahl zwischen „ans Netz angeschlossen" und „vollständig autark". In der Praxis gibt es drei sinnvolle Stufen – jede mit anderen Anforderungen und Kosten.

Stufe 1: Netzgekoppelt mit Speicher (Hybrid)

Das ist die häufigste Lösung. Ein Hybrid-Wechselrichter verbindet PV-Module, Batteriespeicher und Stromnetz. Er priorisiert den Eigenverbrauch: Zuerst wird der Speicher geladen, dann wird eingespeist. Bei Netzausfall schaltet das System nicht automatisch auf Inselbetrieb um – es sei denn, der Wechselrichter hat eine explizite Notstromfunktion (EPS oder Backup-Ausgang).

Diese Lösung ist für die meisten Haushalte die wirtschaftlich sinnvollste. Autarkiegrad: 60–80 % im Jahresdurchschnitt.

Stufe 2: Netzgekoppelt mit Notstromfunktion

Hier kommt ein notstromfähiger Wechselrichter mit EPS-Funktion (Emergency Power Supply) oder dediziertem Backup-Ausgang zum Einsatz. Bei Netzausfall schaltet das System innerhalb von Millisekunden auf den Inselbetrieb um. Der angeschlossene Speicher versorgt dann die Backup-Lasten – Kühlschrank, Beleuchtung, Router, eventuell Heizung.

Das ist der entscheidende Unterschied zu Stufe 1: Das System versorgt Dich aktiv, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Autarkiegrad: ähnlich wie Stufe 1, aber mit echter Stromausfall-Absicherung.

Stufe 3: Vollständig Off-Grid – Inselnetz

Eine vollständige Inselanlage ist komplett vom öffentlichen Netz getrennt. Sie kommt ohne Netzanschluss aus und muss jederzeit – Sommer wie Winter, Tag wie Nacht, Dunkelflaute wie Sonnenwoche – die gesamte Hauslast allein decken. Das erfordert deutlich mehr PV-Kapazität, einen sehr großen Speicher und in der Regel einen Backup-Generator für lange Dunkelflauten.

Inselanlagen sind technisch möglich und in Regionen ohne Netzanschluss oft die einzige Option. Für typische deutsche Einfamilienhäuser sind sie jedoch selten wirtschaftlich sinnvoll – der Aufwand und die Kosten für vollständige Winterautarkie sind erheblich. Jedoch wäre man theoretisch abgesichert – egal was kommt.

Infografik Autarkie-Stufen Photovoltaik: Hybrid-Wechselrichter, Notstromfunktion und Off-Grid im Vergleich
Die drei Autarkiestufen im Überblick: Hybrid mit Speicher, Hybrid mit Notstromfunktion und vollständige Off-Grid-Lösung haben unterschiedliche Anforderungen und Kosten.

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PV-Anlage Notstrom nachrüsten – Was brauche ich?

Wer bereits eine PV-Anlage hat und jetzt Notstromfähigkeit nachrüsten möchte, braucht grundsätzlich zwei Dinge: einen notstromfähigen Wechselrichter und einen Batteriespeicher. Beide müssen zusammenpassen und korrekt konfiguriert sein.

Hat die bestehende Anlage bereits einen Speicher, aber keinen notstromfähigen Wechselrichter, ist ein Wechselrichtertausch oft der einfachste Weg. Ist gar kein Speicher vorhanden, müssen beide Komponenten neu geplant werden.

Notstromfähiger Wechselrichter: Was macht den Unterschied?

Ein normaler Netz-Wechselrichter schaltet bei Netzausfall ab – das ist gesetzlich vorgeschrieben, damit keine Spannung ins Netz zurückgespeist wird, während Monteure daran arbeiten. Ein notstromfähiger Hybrid-Wechselrichter hat einen separaten Backup-Ausgang (EPS), der bei Netzausfall aktiv bleibt. Dieser Ausgang versorgt die angeschlossenen Verbraucher aus dem Batteriespeicher – unabhängig vom öffentlichen Netz.

Wichtig: Der Backup-Ausgang kann nur dann das gesamte Haus versorgen, wenn der maximale Gesamtbedarf die maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters nicht überschreitet. Sind normale Bedarfsspitzen höher als diese maximale Ausgangsleistung, sollten nur die sogenannten kritischen Verbraucher am Backup-Anschluss angeschlossen werden – also die Verbraucher, die in einem Notfall unbedingt mit Strom versorgt werden müssen. Eine fachgerechte Installation durch einen Elektrofachbetrieb ist Pflicht.

Die Umschaltung vom Netz- in den Notstrombetrieb erfolgt bei hochwertigen Systemen in Millisekunden. Der Victron MultiPlus-II schaltet beispielsweise in weniger als 20 Millisekunden um – so schnell, dass empfindliche Verbraucher wie Computer oder NAS-Systeme den Wechsel kaum bemerken. Die Deye-Hybrid-Wechselrichter der SG05LP3-Reihe sind ebenfalls notstromfähig und schalten bei Netzausfall automatisch auf den EPS-Backup-Ausgang um.

Schwarzstartfähigkeit: Was passiert, wenn der Speicher leer ist?

Ein oft übersehener Punkt: Was passiert, wenn bei einem Stromausfall auch der Batteriespeicher leer ist – zum Beispiel nach einer langen Nacht? Dann hängt alles davon ab, ob Dein Wechselrichter schwarzstartfähig ist.

Ein schwarzstartfähiger Wechselrichter kann sich allein aus dem Strom der PV-Module heraus neu starten – ohne externe Stromversorgung. Sobald morgens die Sonne scheint, läuft die Anlage wieder an und lädt den Speicher. Der Victron MultiPlus-II und Wechselrichter von Solis machen das vollautomatisch.

Bei den Deye-Wechselrichtern der SG05LP3-Reihe ist ein manueller Eingriff nötig: Man muss am Gerät einen Knopf drücken, um den Schwarzstart zu initiieren. Die Anlage startet danach dann aus dem PV-Strom – ohne Netz.

WICHTIG

Ist Dein Wechselrichter nicht schwarzstartfähig, schaltet sich die Anlage bei einem Stromausfall ab, wenn:

  1. Kein Strom aus den PV-Modulen geliefert wird und
  2. der Batteriespeicher vollständig entladen ist.

Selbst wenn die Sonne wieder scheint, startet die Anlage nicht mehr von allein. Sie kann erst wieder starten, wenn das öffentliche Stromnetz zurückgekehrt ist. Im Notfall hättest Du trotz Sonnenschein keinen Strom aus Deiner eigenen Anlage. Achte beim Kauf auf Schwarzstartfähigkeit.

NOTSTROMFAEHIGE WECHSELRICHTER

Hybrid-Wechselrichter mit EPS-Backup im Shop

Diese Wechselrichter haben eine integrierte Notstromfunktion. Sie liefern bei Netzausfall weiterhin Strom aus dem Batteriespeicher.

Deye Hybrid-Wechselrichter SUN-20K-SG05LP3-EU-SM2 20 kW 3-phasig mit EPS-Notstrom

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Deye Hybrid-Wechselrichter SUN-15K-SG05LP3-EU-SM2 15 kW 3-phasig mit EPS-Notstrom

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Victron MultiPlus-II 48/5000/70-50 Kombi-Wechselrichter fuer Off-Grid und Notstrom

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Batteriespeicher mit Notstromfunktion: Worauf kommt es an?

Nicht jeder Batteriespeicher arbeitet mit jedem Wechselrichter zusammen. Und nicht jeder Speicher unterstützt den Notstromfall gleich gut. Für die Notstromversorgung empfehlen sich LiFePO4-Speicher (Lithiumeisenphosphat): Sie sind robust, zyklenfest, und können auch bei niedrigem Ladestand noch Energie abgeben.

Wichtige Kennzahlen beim Speicherkauf: Kapazität in kWh, maximale Lade- und Entladeleistung in kW, Spannung (Niedervolt 48 V oder Hochvolt >100 V), Kompatibilität mit dem Wechselrichter, und ob der Speicher eine eigene BMS-Kommunikation mitbringt.

LiFePO4 Batteriespeicher fuer Photovoltaik Notstromfunktion im Keller eines Einfamilienhauses installiert
LiFePO4-Batteriespeicher sind für Notstrom-Anwendungen gut geeignet – sie liefern auch bei niedrigem Ladestand noch zuverlässig Strom und überstehen viele Ladezyklen.

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Speicher mit Notstromfunktion im Shop

LiFePO4-Speicher für maximale Lebensdauer und zuverlässige Notstromversorgung.

Deye RW-F16 16 kWh LV Batteriespeicher LiFePO4 fuer Hybrid-Wechselrichter

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16 kWh · Niedervolt 48V · Plug & Play mit Deye WR · Modular erweiterbar

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Pylontech Force H3 15,4 kWh Hochvolt-Batteriespeicher LiFePO4 fuer Photovoltaik Notstrom

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HINWEIS

Die Installation eines Notstromsystems muss von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Das gilt sowohl für den Wechselrichtertausch als auch für die Verdrahtung des Backup-Ausgangs. Selbstinstallationen sind nicht zulässig und können die Garantie sowie die Netzanschlussgenehmigung gefährden.

Balkonkraftwerk mit Notstromfunktion – Geht das?

Klare Antwort: nicht so einfach. Standard-Balkonkraftwerke speisen über einen Mikrowechselrichter ins Hausnetz ein – und schalten bei Netzausfall automatisch ab, genau wie alle anderen netzgekoppelten Wechselrichter. Eine vollautomatische Notstromversorgung des Haushalts ist damit nicht möglich.

Was es aber gibt: Balkonkraftwerk-Speicher mit einer Backup-Steckdose. Im Unterschied zu einem echten Notstromsystem schaltet sich hier nichts automatisch um. Stattdessen kann man bei einem Stromausfall Verbraucher aktiv an diese Steckdose anschließen – und sie werden dann aus dem Akku versorgt, solange dieser Strom hat.

Das ist kein Notstrom im klassischen Sinne, aber eine sinnvolle Notfalloption – besonders für Mieter ohne eigene Dachanlage. Wichtig dabei: Gezieltes Stromsparen und Priorisieren verlängert hier die Laufzeit erheblich. Wer bei einem Ausfall nur das Nötigste versorgt – Kühlschrank, Beleuchtung, Telefon – kommt mit 2–5 kWh Kapazität deutlich weiter als bei normalem Verbrauch.

Balkonkraftwerk-Speicher mit Notstromfunktion auf einem Wohnungsbalkon – notstromfaehiges Balkonkraftwerk
Moderne Balkonkraftwerk-Speicher wie der Marstek Venus-E 3.0 oder das Phylion/EZHI-Set bieten eine Backup-Steckdose – eine sinnvolle Notfalloption auch für Mieter ohne eigene PV-Anlage auf dem Dach.

BALKONKRAFTWERK-SPEICHER

BKW-Speicher mit Backup-Steckdose

Diese Speicher laden tagsüber aus dem Balkonkraftwerk. Bei Stromausfall können Verbraucher aktiv an die Backup-Steckdose angeschlossen werden.

Marstek Venus-E 3.0 5,12 kWh Balkonkraftwerk Speicher mit Backup-Steckdose fuer Stromausfall

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Venus-E 3.0 · 5,12 kWh

5,12 kWh · Backup-Steckdose bis 2,5 kW · Verbraucher bei Ausfall manuell anschließen

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Phylion BDB-2.76L Balkonkraftwerk-Speicher mit APstorage EZHI Hybrid-Mikrowechselrichter

PHYLION · APSYSTEMS

BDB-2.76L + EZHI · 2,76 kWh

2,76 kWh · Mikro-Hybrid-WR EZHI · Steckerleiste für bis zu 1,2 kW · Backup bei Ausfall

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Wie lange überbrückt ein Speicher eine Dunkelflaute?

Das ist die Frage, die sich fast jeder stellt – und die eine ehrliche Antwort verdient. Die kurze Version: Ein typischer Haushalt kann mit einem 10 kWh Speicher etwa 1–2 Tage ohne Sonneneinstrahlung überbrücken. Ein 20 kWh Speicher entsprechend 2–4 Tage. Eine vollständige 7-Tage-Dunkelflaute ist mit haushaltsüblichen Speichergrößen nur sehr schwer autark überbrückbar – theoretisch nur durch einen sehr großen Speicher (ab 35 kWh aufwärts) in Verbindung mit einer sehr hohen PV-Leistung auf dem Dach. Doch auch ein derartiges System kann im Winter an seine Grenzen kommen, und die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit einer solchen Anlage ist grenzwertig.

Rechenbeispiel: 4-Personen-Haushalt, 10 kWh Speicher

Ausgangsdaten:

Jahresverbrauch: 4.500 kWh → Tagesverbrauch: ~12,3 kWh
Speicherkapazität: 10 kWh (nutzbar: ~9 kWh bei 90 % DoD)
Solarertrag während Dunkelflaute: ~0–0,5 kWh/Tag

Ergebnis:

Der Speicher reicht bei vollem Laden für ca. 17–22 Stunden ohne Sonneneinstrahlung. Mit reduziertem Verbrauch (nur Grundlasten: ~5–6 kWh/Tag) verlängert sich das auf 1,5–2 Tage.

Vergleich verschiedener Speichergrößen:

Speicher Voller Verbrauch (~12 kWh/Tag) Grundlast (~5 kWh/Tag)
5 kWh ca. 9–10 Stunden ca. 22–24 Stunden
10 kWh ca. 18–20 Stunden ca. 40–48 Stunden
15 kWh ca. 27–30 Stunden ca. 60–70 Stunden
20 kWh ca. 36–40 Stunden ca. 80–96 Stunden

Richtwerte. Tatsächliche Werte hängen von Verbrauchsprofil, Speichertyp und Temperatur ab. Preise inkl. 0 % MwSt.

TIPP

Gezieltes Stromsparen verlängert die Überbrückungszeit erheblich. Wer im Notfall nur die wirklich wichtigen Verbraucher betreibt – Kühlschrank (~1,5–2 kWh/Tag), Beleuchtung per LED (~0,2 kWh), Router und Mobiltelefon (~0,1 kWh) – kommt mit einem 10 kWh Speicher gut 2 Tage durch, statt weniger als einen Tag bei normalem Haushaltsbetrieb.

Für die Mehrheit der deutschen Haushalte bedeutet das: Ein Speicher ist kein Ersatz für das Netz bei einer mehrtägigen Dunkelflaute – aber er puffert Kurzausfälle, reduziert den Netzbezug erheblich und schützt bei einem ein- bis zweitägigen Stromausfall. Das ist für die meisten Haushalte der relevante Anwendungsfall.

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Wir haben letzten Herbst während der Flaute zwei Tage vollständig mit unserem 15 kWh Speicher durchgehalten. Kühlschrank, Licht, alles lief. Das hat uns wirklich beruhigt.

— Elisabet R. aus München, HUSATECH-Kundin seit 2024

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Kosten: Was kostet ein notstromfähiges System?

Die Kosten hängen stark davon ab, was bereits vorhanden ist und wie viel Autarkie und Notstromkapazität gewünscht wird. Hier eine grobe Orientierung für typische Szenarien:

Szenario Komponenten Richtwert Materialkosten
BKW-Backup-Steckdose Marstek Venus-E 3.0 / Phylion + EZHI ab ca. 580 €
PV + Hybrid-WR nachrüsten Deye SUN-15K + Speicher 16 kWh ca. 4.000–6.000 €
Hybrid + Notstrom komplett Deye SUN-20K + 15–20 kWh Speicher ca. 6.000–9.000 €
Off-Grid / Inselanlage HUSATECH PowerSet mit Victron + Pylontech ab ca. 10.000–20.000 €+

Nur Materialkosten. Installations- und Planungskosten durch Elektrofachbetrieb kommen hinzu.

Für die meisten Haushalte ist das Hybrid-System mit Notstromfunktion das wirtschaftlich sinnvollste Paket. Es senkt den Netzbezug, schützt vor Kurzausfällen und lässt sich schrittweise erweitern. Ein vollständiges Off-Grid-System rechnet sich nur in besonderen Situationen – etwa in Regionen ohne stabilen Netzanschluss oder bei sehr hohem Eigenverbrauch.

Photovoltaik Notstrom Planung und Kosten: Beratungsgespraech zur notstromfaehigen PV-Anlage
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Die häufigste Frage in unserer Beratung ist: „Was muss ich nachrüsten?" Meistens reicht ein guter Hybrid-Wechselrichter mit einem 10–15 kWh Speicher, um gut geschützt zu sein.

— Klaudia Husakowska, HUSATECH GmbH

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FAZIT

Dunkelflaute & Autarkie: Was wirklich machbar ist

Vollständige Autarkie durch eine mehrtägige Dunkelflaute ist mit üblichen Hausspeichergrößen nur schwer zu erreichen. Das sollte man offen sagen. Was aber sehr gut funktioniert: ein notstromfähiges Hybrid-System, das Kurzausfälle überbrückt, den Netzbezug im Jahresdurchschnitt auf 20–40 % senkt und bei einem ein- bis zweitägigen Stromausfall das Haus mit Strom versorgt.

Ob Du eine bestehende PV-Anlage nachrüsten oder von Anfang an auf Notstromfähigkeit setzen möchtest: Die richtige Komponentenwahl macht den Unterschied. Gerne helfen wir Dir bei der Planung – kostenlos und unverbindlich. Oder schau Dir zunächst unsere Batteriespeicher und Hybrid-Wechselrichter im Shop an.

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Klaudia Husakowska – Photovoltaik-Beratung HUSATECH

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HAEUFIGE FRAGEN

Dunkelflaute & Autarkie – Eure Fragen

Wie lange dauert eine Dunkelflaute in Deutschland? +
Eine Dunkelflaute dauert typischerweise 2–7 Tage. In extremen Wintern kann sie sich auf bis zu 10–14 Tage ausdehnen. Dabei ist die Einstrahlung nicht null, sondern stark reduziert – an manchen Tagen auf unter 2 % des Sommermaximums. Die Dunkelflaute vom November 2024 dauerte rund fünf Tage mit minimaler Solar- und Windeinspeisung.
Kann ich mit einer PV-Anlage und Speicher durch eine Dunkelflaute kommen? +
Teilweise – je nach Speichergröße und Verbrauch. Ein 10 kWh Speicher überbrückt bei reduziertem Verbrauch etwa 1–2 Tage – wer aktiv Strom spart und nur Grundverbraucher betreibt, kommt deutlich weiter. Ein 20 kWh Speicher entsprechend 2–4 Tage. Eine vollständige mehrtägige Dunkelflaute autark zu überbrücken ist mit haushaltsüblichen Speichergrößen nur bedingt möglich. Für die meisten Haushalte ist das aber auch nicht das Hauptziel – Netzbezugsreduktion und Kurzausfallschutz sind realistischer und wirtschaftlich sinnvoller.
Was ist der Unterschied zwischen Notstromfunktion und Autarkie? +
Autarkie beschreibt, wie unabhängig Du im Jahresdurchschnitt vom öffentlichen Netz bist – gemessen als prozentualer Anteil des Eigenverbrauchs am Gesamtverbrauch. Die Notstromfunktion ist etwas anderes: Sie bezeichnet die Fähigkeit deines Systems, bei einem Netzausfall die angeschlossenen Verbraucher weiterhin mit Strom zu versorgen – unabhängig vom Autarkiegrad. Du kannst einen hohen Autarkiegrad haben und trotzdem keine Notstromfunktion besitzen, wenn Dein Wechselrichter das nicht unterstützt.
Welcher Wechselrichter ist notstromfähig? +
Notstromfähige Hybrid-Wechselrichter haben einen dedizierten Backup-Ausgang (EPS – Emergency Power Supply). Bei Netzausfall schaltet das System auf diesen Ausgang um und versorgt die daran angeschlossenen Verbraucher aus dem Batteriespeicher. Bekannte Modelle mit dieser Funktion sind unter anderem der Deye SUN-15K / SUN-20K SG05LP3-EU-SM2 sowie der Victron MultiPlus-II. Nicht jeder Hybrid-WR hat automatisch eine EPS-Funktion – das Datenblatt gibt Auskunft.
Wie groß muss mein Speicher sein, um autark zu sein? +
Für einen Jahresautarkiegrad von 70–80 % reicht bei einem 4-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch und einer 10 kWp PV-Anlage typischerweise ein Speicher von 10–15 kWh. Für höhere Autarkie oder längere Notstromüberbrückung steigt der benötigte Speicher deutlich – mit entsprechend höheren Kosten. Vollständige Winterautarkie durch Dunkelflauten würde einen Speicher von mehreren hundert kWh erfordern.
Kann ein Balkonkraftwerk mich im Stromausfall versorgen? +
Ein Standard-Balkonkraftwerk schaltet bei Netzausfall ab. Mit einem Balkonkraftwerk-Speicher mit Backup-Steckdose – wie dem Marstek Venus-E 3.0 oder dem Phylion BDB-2.76L mit EZHI – ist das anders: Diese Speicher haben eine Backup-Steckdose, an die man bei einem Ausfall aktiv Verbraucher anschließen kann. Die Leistung ist auf typischerweise 600–2.000 W begrenzt, reicht aber für Grundversorger wie Kühlschrank, Beleuchtung und Kommunikation.
Was kostet ein notstromfähiges PV-System zum Nachrüsten? +
Die Materialkosten für Wechselrichter und Speicher liegen je nach Systemgröße bei etwa 4.000–9.000 € für ein typisches Hybrid-Notstromsystem. Dazu kommen Installationskosten durch einen Elektrofachbetrieb (ca. 1.000–3.000 € je nach Aufwand). Ein einfacher Balkonkraftwerk-Speicher mit Notstromfunktion ist bereits ab rund 400 € erhältlich und erfordert keine professionelle Installation.
Was ist eine Inselanlage (Off-Grid) und für wen eignet sie sich? +
Eine Inselanlage ist komplett vom öffentlichen Stromnetz getrennt. Sie kommt ohne Netzanschluss aus und versorgt alle Verbraucher ausschließlich über PV, Speicher und oft einen Backup-Generator. Inselanlagen eignen sich für Standorte ohne Netzanschluss, für Wochenendhäuser oder für Haushalte mit sehr hohem Autarkiebedarf. Für typische deutsche Wohnhäuser sind sie selten wirtschaftlich – der Aufwand für vollständige Winterautarkie ist erheblich.
Was bedeutet Schwarzstartfähigkeit – und warum ist sie wichtig? +
Schwarzstartfähigkeit bedeutet, dass ein Wechselrichter nach einem vollständigen Speicherentladung allein mit dem Strom aus den PV-Modulen wieder starten kann – ohne Netz, ohne externe Hilfe. Der Victron MultiPlus-II und Wechselrichter von Solis sind vollautomatisch schwarzstartfähig. Bei Deye-Wechselrichtern der SG05LP3-Reihe ist ein manueller Knopfdruck nötig, danach startet die Anlage aber selbstständig aus dem PV-Strom. Ohne Schwarzstartfähigkeit bleibt die Anlage nach dem Speicher-Leerlauf abgeschaltet – auch wenn tagsüber die Sonne scheint.
Muss ich mein Notstromsystem beim Marktstammdatenregister anmelden? +
Ja. Sowohl die PV-Anlage als auch der Batteriespeicher müssen im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur angemeldet werden – auch wenn sie ausschließlich für den Eigenverbrauch und die Notstromversorgung genutzt werden. Die Frist beträgt in der Regel einen Monat nach Inbetriebnahme. Dein Installateur kann Dich dabei unterstützen.

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